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Baunummer: 08 Baubeginn: 07/2003 -2013

Die ISABELLA ist ein Eigenentwurf auf Basis des ABS-Fertigrumpfes: Robbe - San Diego.

Entwurf

 

Dies ist nur ein grober Entwurf, da ich mit dem Eigenbau in dieser Grössenordnung noch keine Erfahrung habe. - Learning by doing - ist meine Devise.

Ein paar technische Rahmendaten:

Länge: ca 130cm - Breite: ca 24cm - Projektiertes Gewicht ca 6Kg. Der Tiefgang ist somit etwas stärker als bei der San Diego. Diese wiegt laut Katalog ca 5Kg.

Die Proportionen passen so gar nicht zum von Robbe propagierten Maßsta von 1:25 . Das Länge zu Breite-Verhältnis ist eher was für grössere Schiffe. Länge läuft ;-)

Der Vortrieb soll durch zwei Eigenbau-Waterjets erfolgen. Impellergrösse: 28mm (angepasste 42,5er X-Schrauben) Als Motorisierung werde ich zwei Speed 600 Motoren (7,2V) verwenden. Sie treiben die Impeller direkt an. Drehzahl ist wichtig ! Bei 12 Volt werden sie natürlich ziemlich überlastet. Ist ja auch nur für kurze Zeit gedacht. Bei den meisten Manövern fahre ich, erfahrungsgemäß, nur in Teillast, also bei 6-8V schätzungsweise. In diesem Bereich haben die Motoren ihren besten Wirkungsgrad !
Beide werden erstmal gemeinsam über einen Jamara (Digicontrol 30) Flugregler gesteuert.

Die Stromversorgung wird, auch vorläufig, ein 12V 6,5Ah Bleigelakku übernehmen. Mal sehen wie es wird. Sie wird mit Sicherheit nicht so rasant wie die San Diego sein, aber dafür einmalig !

Einbau der Spanten

Als erstes kamen der Heckspant und die zwei Schottwände. Alle drei aus 3mm PVC-Hartschaum. Ist nicht ganz so stabil wie Sperrholz, braucht aber keinen Korrosionsschutz !

So hab ich vier wasserdicht getrennte Bereiche: - Motorraum und Heckstrahlruder - Akkus und RC - Bugstrahlruder und Lautsprecher - Luftkammer (Kettenkasten)

Jet-Öffnungen

Die Öffnungen für die 28mm-Waterjets sind aus ISO-Rohren. Werden normalerweise als Kabelkanäle benutzt. Das Ganze dann auf jeweils einer eigenen Grundplatte montiert. Wenn ich diese mit Silikon einklebe kann ich alles komplett wieder rausnehmen. Ist nur für den Fall, daß es garnicht funktioniert !

 

Auf diesem Bild sieht man die Jet-Rohre etwas besser. Motorraum

Auch die ersten Verstrebungen des Decks sind gut zu erkennen. Links und rechts vom Salon gibt es Seitengänge. Während der ganze Bereich über den Jets den beiden Beibooten gehören wird. Deswegen auch das grosse Loch. Dieses wird später durch eine grosse Luke geschlossen. Die dunklen Ränder um die Jets kommen vom Isoliermaterial. Das ist eine 3mm dicke Iso-Matte. Anschliessend mit Kunststoff beplankt. Ich will ja schließlich noch meine Antriebstechnik befestigen ! Und ich habe so beinahe ein Doppelrumpfboot :-)

Vorderteil Hier sieht man die Iso-Matte noch ohne Beplankung. Dadurch wird das Modell zwar etwas schwerer, aber auch leiser (hoffe ich). Gleichzeitig dürften Temperaturschwankungen etwas langsamer auftreten...

Es gibt kein durchgehendes Deck! Man kann es durch die Zeichung vielleicht ahnen: Auf Höhe des Bügelmastes nimmt der Salon die ganze Schiffsbreite ein. Dieses zieht sich bis zum Bug hin. So daß erst auf dem Oberdeck ein Gang zum Bug möglich ist.

Heckansicht Totale Hier der Rumpf in der Totalen. Das Bild ist etwas unscharf, weil: noch mit der alten Digicam aufgenommen.

Aber man kann doch gut die recht schnittige Form erkennen.

Vor allem das tiefe V-Heck läßt die Rauhwassertauglichkeit erahnen :-)

Meine ISABELLA wird später nicht nur ein Schönwettermodell ...

Antriebseinheit Hier der Komplette Antrieb. Mit gekürzter Welle und auf 28mm abgeschliffenen 42er Prop.

Antriebe eingebaut Das Ganze dann eingebaut. Obwohl das Spiel des oberen Antriebsstranges recht klein ist, erzeugt es einen recht ordentlichen Lärm. Hab es bereits geändert.

Heckspiegel Hier die Jet-Düsen noch ohne Steuereinheiten. Obwohl sie recht klein wirken (20mm), erzeugen sie einen ordentlichen Schub. Der erste Test im Gartenteich bewirkte eine kleine Dusche fürs Boot. Der abrupte Stop am Ufer galt aber nicht fürs Kielwasser, welches dann auch unweigerlich übers Heck hereinbrach ;-)

Die Konstruktion der Steuerteile mit Schubumkehr erwies sich als problematisch. Meine ersten Prototypen waren zu schwach ausgelegt, sie müssen ja den vollen Schub aushalten. Bei richtiger Konzeption kann man die Fahrgeschwindigkeit auch nur mit den Umkehrklappen steuern, ohne an der Drehzahl der Propeller was zu ändern.

Olaf

 

Weblinks

Megayacht.com Onlinemagazin in englischer Sprache

Superyacht.de Boote Exclusiv - Das Fachmagazin

ISABELLA Update 03/2006

Der 30A Flugregler ist doch zu wenig für beide Motoren!

Inzwischen gefällt mir die Variante mit einem Regler pro Motor besser. Um die Steuerung zu vereinfachen kann ich ja einen Mischer zuschalten. Mal sehen .

Das Kostenintensivste Element dürften die Akkus werden. NC-Zellen sind nach meinen Recherchen immer noch am Unproblematischsten. Da ich 12 Volt nehmen möchte, ist der Kostenfaktor nicht ganz ohne. Aber es hat sich ja auf diesem Gebiet viel getan in den letzten Jahren.

 ISABELLA Update 06/2006

Leider haben sich die Steuerdüsen als zu ineffektiv erwiesen. So daß eine komplette Überarbeitung ansteht. Etwas frustriert habe ich dieses Projekt (mal wieder) hintenangestellt.

Vielleicht tausche ich die Antriebe auch gegen Industrieware aus...

Jetantrieb 2 von Graupner z.B. käme da in Frage. Mal sehen ...

Eine beinahe völlig andere Yachtgattung hat mich aber völlig in ihren Bann gezogen: Trawleryachten ! Und da insbesondere die Modelle von Nordhavn . Das ist aber dann wieder ein eigenes Kapitel.

ISABELLA Teil 4

Der letzte Teil dieses Berichtes. Der Grund ist, das Modell existiert nicht mehr. Ich habe es abgewrackt, die Ausführung entsprach nicht mehr dem was ich wollte. Oder andersrum es gab dann doch mehr Kompromisse als ich inzwischen zu akzeptieren bereit bin.
 
Aber auch hier heisst es: Die Idee ist nicht gestorben, vielleicht bekomme ich noch einmal einen "San Diego"-Rumpf in die Finger...